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Am 17. November 2008 jährt sich der Todestag von Ernst Udet zum 67 mal.  


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LebensLauf  

Ernst Udet wird am 26.04.1896 in Frankfurt / Main geboren. Die Vorfahren seines Vaters, Adolf Udet, kommen aus Frankreich, die Vorfahren seiner Mutter Paula, aus Pommern. Die Geburt wird am 29. April 1896 in das Geburtsregister der Stadt Frankfurt / Main auf Seite 188 des Jahrganges 1896 eingetragen.
Kurz danach siedelt die Familie Udet nach München über. Hier bezieht sie eine Wohnung in der Kazmaierstraße.

Ernst Udet ca. 4 Jahre alt.


1902 wurde Ernst Udet in die Volksschule in der Stielerstraße eingeschult. Ab 1906 besucht er das Theresiengymnasium am Kaiser - Ludwig - Platz. 1908 wird seine Schwester Irene geboren.


Nach Besuchen der ILA (Internationalen Luftfahrtsaustellung ), die in Frankfurt / Main in der Zeit von Juli - Oktober 1909 stattfindet, gründet E.U. mit einigen Freunden den Aero - Club - München. Jeden Mittwoch treffen sich die Jungen im Haus der Eltern, um Flugmodelle zu bauen. Clubpräsident wird Willy Götz, erster Sekretär wird Otto Berger. Startgelände für die Modelle sind die Isarwiesen.


Erste Kontakte zu wirklichen Flugzeugen bekommen die Jungen, als sie als Zaungäste der Gustav Otto Flugmaschinenwerke in München - Milbertshofen durch die Lattenritzen sehen, wie dort Flugzeuge entstehen und diese auf dem Firmengelände hin- und hergeschoben werden. Gustav Otto ist im übrigen der Sohn des Dr. Otto, dem Erfinder des Otto-Motors.


Zaungäste...


Bei diesen Abstechern bekommt Ernst Udet erste Kontakte zu Fliegern. Insbesondere Dr. Lindenpainter und Baierlein. Daraus resultierend entsteht bei Udet der Wunsch, selbst ein Flieger zu werden.
Das gesteigerte Interesse an die Fliegerei hinterlässt Spuren in der Schule, der kleine Ernst muss die dritte Klasse wiederholen.
1910 macht die Familie Sommerferien in Aschau, ca. 70 km von München. Hier baut E.U. mit seinem Freund Berndhäusel seinen ersten Gleiter aus Bambusstöcken und Leinen, ca. 35 kg schwer und mit ca. 17 m² Flügelfläche. Doch die Flugversuche auf dem Lehmberg enden im Bruch des Gerätes ...

                                                                    beim Gleiterbau


Das zu Ende gehende Schuljahr 1910/11 musste er auch wiederholen. Mit der Schule war es eben solch eine Sache ... Udet`s Vater besaß zwichenzeitlich ein recht gut gehende Firma für Heizkessel und Warmwasseranlagen. Hier tritt Ernst Udet als Schlosserlehrling ein.


- Foto Kessel
Ihn zur Seite stellt der Vater dem Sohn seinen Vorarbeiter Carl Moser. Hier lernt der Junge u.a. schweißen.
Um sein Schulfranzösisch zu verbessern, reist E.U. 1911 nach Frankreich (Luc-sur-Mer ) sowie Verdun. Häufig macht er Ausflüge nach Belleville - Sur - Meuse, etwa 2 km von Verdun.
- Foto Luftschiff
1913 legt er das Einjährigenexamen ab, dies belohnt der Vater mit einem eigenen Motorad.
Im Herbst des Jahre 1913 erfüllt sich der größte Wunsch des jungen Ernst - er macht seinen ersten Flug mit Leo Roth in der "Stahltaube"
- Foto Stahltaube
In diesem Zeitraum trifft er auch Walter Angermund, dieser wird später einer seiner wichtigsten Geschäftspartner und Freund.
Aber auch ein weibliches Wesen kreuzt in dieser Zeit ( 1914 ) seinen Weg - Elenore Zink, Tochter eines erfolgreichen Nürnberger Kaufmanns, ist im Freundeskreis präsent.
Dies war dann auch die unbeschwerteste Zeit, nun kam der Krieg.
Am 02.August.1914 meldet sich E.U. freiwillig zum Heer. Die Musterung fällt eher negativ aus : mit nicht mal 1,60 Meter Körpergröße fällen die Musterungsärzte ein vernichtendes Urteil - können sie bei keinem Truppenteil mit einer Verwendung rechnen ...   
Am 14. August 1914 sucht der ADAC per Aufruf Motorradfahrer, die mit einem eigenen Motorrad ins Felde ziehen wollen. E.U. ist sofort bei der Sache. Er meldet sich und wir sofort angenommen.
- Foto mit Ledermantel
Am 18. August geht sein Zug vom Münchner Hauptbahnhof an die Front ab. Zwei Tage geht die Fahrt Richtung Westen, dann kommt er mit seinen Kamerraden in Straßburg an. Mit 4 weiteren wird er der 26. Württembergischen Reservedivision als Meldefahrer zugeteilt. Im Truppensprachgebrauch auch "Benzinhusaren" bezeichnet, machen sie Postbotenfahrten von Straßburg nach St. Die, wo der Divisionsstandort ist. Durch einen Unfall, wo er in einen Granttrichter fährt, kommt er erstmals in ein Lazarett. Danach bekommt er einen neuen Auftrag im Kraftwagenpark Namer in Belgien, mit Wirkung vom 25.09.1914 wir er offiziell versetzt. Hierbei trifft er Offiziere einer bei Chauny stationierten Feldfliegerabteilung. E.U. erzählt den Offizieren von seinem Wunsch, Flieger zu werden. Darauf hin nehmen sie ihn mit und schlagen ihm vor, sich nach Chany versetzen zu lassen. Genau an dem Tag, wo er versetzt werden soll, löst das Herr die Verträge mit den freiwilligen Motorradmelder auf, Udet wird mit Wirkung vom 20.Oktober 1914 zur Disposition der Ersatzbehörde entlassen und muss nach Hause zurück. 
Dort angekommen, bewirbt er sich sofort als Flugzeugführer oder Flugzeugmonteur. Leider kommen auf eine freie Stelle 15.000 Bewerbungen ! Er wendet einen Trick an und geht direkt zu Major Stempel, seines Zeichens Chef der FEA ( Fliegerersatzabteilung ) Schleißheim. Dieser schlägt E.U. vor, sich privat zu Flieger ausbilden zu lassen.
Sein Vater war zuerst dagegen, die Mutter jedoch dafür. Für einen Betrag von 2.000,-- Mark und einer Badzimmerausstattung aus der väterlichen Werkstatt wurde E.U. in der Gustav Otto Fliegerschule aufgenommen. Auf dort in Lizenz gefertigte LVG Doppeldecker erfolgt die Schulung. Mit jeder fertiggestellten Maschine wurde ein Abnahmeflug gemacht, an dem E. U. als Passagier teilnehmen. Im Februar 1915 durfte er dann erstmals alleine ... bei 800 Touren über den Platz rollen.